Der Hochgrat im Nebel

Von Hagen|25. Februar 2018|ADVENTURE|

Schnee, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt – meine Reha hat eisig angefangen. Im Allgäu hatte ich im Winter natürlich mit Schnee gerechnet, aber dass in den ersten Tagen ständig ein grauer Himmel über der Gegend hing, war so nicht geplant. Dieses Grau ist auch auf die Stimmung geschlagen.

Was war ich froh, dass dann nach fast zwei Wochen endlich die Sonne raus kam. Da fühlt man sich direkt besser. Dazu kam noch, dass ich mit Patricia eine tolle Person kennen gelernt habe, die ebenfalls lösungsorientiert ist und sich nicht in ihrer Krankheitssuhle badet, wo es sich einige andere Rehabilitanten-Kollegen bequem machen.

Wir beide wussten auch, dass es echt mal an der Zeit ist aus der Klinik Alpenblick 1 (so schön sie auch sein mag) raus zu kommen und was anderes zu sehen. Also sind wir bei strahlendem Sonnenschein zum Hochgrat gestartet und haben diesen dann auch (mit Hilfe einer Gondel) erobert. Nur, um dann oben im dichten Nebel zu stehen.

Auch wenn uns ein spektakulärer Ausblick vorenthalten wurde, hatte der Berg durch den Nebel eine besondere Atmosphäre, die Begleitung war nett und die heiße Schokolade lecker – also ein toller Ausflug.

Eine witzige Komponente bekam der Ausflug übrigens durch die Frau, die auf Skiern den Aufstieg wagte – mit ihrem Hund. Einem belgischen Schäferhund, wie es aussah. Wir haben die Beiden schon gesehen, als wir mit der Gondel hochfuhren – Respekt für den Plan mit Skiern den Berg zu entern. Bei der Gondelfahrt runter haben wir die Beiden aber nochmal gesehen: Der Hund hatte keine Lust mehr und zog in Richtung Tal, während die Dame verzweifelt versuchte ihren Weg Richtung Gipfel fortzusetzen …