Portugal 2017

Von Hagen|19. April 2017|ADVENTURE|

Drei Tage Lissabon, den Rest der Woche in Zentralportugal. Das war der Plan. Nachdem ich mit einem portugiesichen Jugendfreund schonmal in der Gegend war, hat mich das Land in meiner alten Begeisterung bestätigt. Lissabon ist in diesen Tagen auch – neben Edinburgh – zu einer unserer Lieblingsstädte avanciert.

Das Lebensgefühl, die engen Gassen in den alten Stadtvierteln, die kulinarischen Köstlichkeiten, die Promenade entlang des Tejo, die Gärten und Parkanlagen sowie die Sehenswürdigkeiten und Museen von Lissabon haben uns sowohl begeistert als auch erschlagen. Zu Fuß haben wir die Stadt erkundet und festgestellt, dass es gefühlt nur bergauf geht. Aber jede Strasse, jede Ecke bietet neue Eindrücke und Aussichten. Eine wundervolle Stadt.

Dann ging es nach Obidós. Malerisch, von einer gut erhaltenen Stadtmauer umgeben, die weißen Häuser unter dem blauen Himmel – Postkartenmotive ohne Ende. Wenn es Abends ruhiger wurde haben wir noch oft in bzw. vor Bistros gesessen und mit Oliven, Käse und Brot den Tag ausklingen lassen. Das portugiesische Lebensgefühl haben wir schnell und gerne adaptiert.

Unter anderem besuchten wir Fatimá, eine der wichtigsten Pilgerstätten der katholischen Christenheit. Während der erste Weltkrieg in Europa wütete soll hier drei Hirtenkindern die Mutter Gottes erschienen sein. Ein besonderer Geist umweht diesen Ort, wenn hunderte Pilger nach langen Wanderungen – viele haben die letzten Meter auf Knien rutschend zurück gelegt – ankommen und sich gegenseitig in die Arme fallen. Auf eine seltsame Weise berührend.

Nach einem Tag am Strand, wo der Atlantik mit großen Brechern seine Kraft bewies, haben wir die Reise mit einer Wanderung an der Steilküste von Peniché ausklingen lassen. Dabei hat sich meine Frau natürlich noch ein Meter tief auf den von Steinbrocken übersähten Strand einer Bucht werfen müssen. Typisch – aber es ist glimpflich ausgegangen und wir konnten die beeindruckende Küste noch etwas genießen.